Südkorea gehört nicht zu den preiswertesten Ländern Asiens, doch spätestens seit dem Kurssturz des Won ist auch dieses Land erschwinglicher geworden. War 1995 ein Euro noch rund 1000 Won wert, so waren es 1999 knapp 1400 Won. Wie fast überall, ist für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas dabei. Man kann in sehr teuren, renommierten Hotels übernachten oder in sehr günstigen, "Yŏgwan" genannten Herbergen. Letztere berechnen zumeist um die 20000 Won (rund 15 Euro) für ein Doppelzimmer. Der Preis kann natürlich stark schwanken und hängt natürlich oft vom Angebot ab. Die Yŏgwans ins Seoul sind jedoch oft ein bisschen enger und schmutziger als ähnlich teure außerhalb der Hauptstadt. In manchen alten Herbergen kommt man im Winter in den Genuss einer traditionellen koreanischen Heizung, genannt Ondul. Da in Korea wie auch in Japan traditionellerweise auf dem Fußboden geschlafen wird, ist diese koreanische Erfindung bei Außentemperaturen weit unter 0 Grad ein wahrer Segen.

1000 Won
Südkoreanischer 1000-Won Schein

Landeswährung in Korea ist der Won. 10000 Won waren im Februar 1999 cirka 7 € wert. Man kann bei nahezu jeder Bank Geld tauschen, auch Traveller Cheques u.a. sind kein Problem. Je nach Anspruch und Tagesprogramm kann man im Durchschnitt mit ca. 15 € pro Tag auskommen - vorausgesetzt, man reist zu zweit, isst in Garküchen und leistet sich keinen weiteren Luxus. Ansonsten ist man mit 25 € am Tag gut dabei, zumal Reisen mit Bus und Bahn sehr günstig ist.

 

 

 

 

Wer nach Südkorea will, braucht - zumindest als deutscher Staatsbürger - kein Visum. Anders sieht es mit Nordkorea aus. Dort braucht jeder ein Visum, und dies zu bekommen ist wohl sehr schwierig und sollte am besten in Peking geholt werden. Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea ist absolut dicht - niemand darf dort passieren (mit Ausnahme südkoreanischer Touristengruppen zu einem festgelegten Ziel seit jüngerer Zeit). Man kann nach Südkorea entweder mit dem Schiff (zum Beispiel von Shimonoseki in Japan) oder mit dem Flugzeug reisen. Der Landweg ist, wie bereits erwähnt, ausgeschlossen.

Fast alle internationalen Flüge führen zum Kimp'o- Airport in der Nähe von Seoul. Das wird sich in absehbarer Zukunft ändern, denn vor der Stadt Inch'ŏn (Incheon) ist bereits ein neuer Flughafen im Meer, auf Neuland, in Bau. (Nachtrag: Mittlerweilen landen nahezu alle internationalen Flüge in Incheon). Ähnliche Projekte wurden bereits in Hongkong, →Ōsaka, →Tōkyō etc. realisiert. Der neue Flughafen wird also noch weiter vom Stadtzentrum entfernt sein, aber man kann sicher sein, dass eine schnelle Verkehrsanbindung im Projekt beinhaltet ist (Bahnanbindung folgt 2007). Kimp'o Airport ist gute 20 Kilometer vom Zentrum der Hauptstadt entfernt, man kann vom Flughafen bequem mit der U-Bahn ins Zentrum fahren. Dabei ist die Haltestelle am Flughafen noch nicht einmal die Endhaltestelle.

 

 

 

 

Auch beim Essen gibt es eine große Preisspanne - je nachdem, ob man bei Straßengarküchen oder in teuren Spezialitätenrestaurants isst. Wer scharfes Essen nicht mag, wird möglicherweise Probleme haben, denn fast alles ist mehr oder weniger scharf. Am bekanntesten ist Kim'chi, ein in Chilipaste gelagerter, leicht fermentierter Chinakohl. Ihn gibt es, kalt, zu wirklich jedem Essen und er schmeckt jedes Mal anders - mal mehr, mal weniger scharf und leicht süss bis sauer. Wie man Kim'chi jedoch zum Frühstück essen kann, bleibt zumindest mir ein Rätsel. Ansonsten findet man Kimchi in allen Variationen: Kimchi-Burger, Kimchi-Reis (mit Reis angebraten), Kimchi-Pasta usw. usf.

Seoul: Garküche
Typische Garküche in Seoul

Sehr berühmt ist auch Bulgogi, eine Art gebratenes Fleisch, und Kalpicchi, ein Rippchen-Stew. Jedes Gericht besteht aus sehr vielen Nebengerichten, so dass man bis zu 10 Tellerchen vor sich stehen hat. Weniger bekannt ist, dass Gerichte mit Hundefleisch auch in Korea nicht allzu üblich sind - diese gibt es zumeist nur in speziellen Restaurants, in die auch gelegentlich unwissende Touristen tappen (aber solange man nicht weiß, dass es Hund war, kann das den ahnungslosen Touristen nicht stören). Bestimmt auch nicht jedermanns Sache sind gegarte Seidenraupen- Larven, die man in unzähligen Garküchen findet (wobei mich zumindest hauptsächlich der Geruch abschreckte). Außergewöhnlich sind die metallenen Stäbchen. Wer bereits gut mit Stäbchen klarkommt, wird trotzdem anfangs Probleme haben, die Nudeln aus der Suppe zu fischen.

 

 

 

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