Prolog

Kroatien war vor dem Krieg und auch heute wieder ein beliebtes Urlaubsland, welches mit schönen Stränden (zwar kaum Sand), klarem und warmen Wasser und auch sonst mit einmaliger Landschaft lockt. Hinzu kommen die historischen Städte →Split und →Dubrovnik - praktischerweise am Wasser gelegen. Gerade Dubrovnik und Split interessierten uns natürlich auch, aber wir wollten auch wissen, wie es abseits der Küste aussieht. Es ergab sich ein sehr differenziertes, wenn auch sicher ziemlich oberflächliches Bild des Landes.

Visa

Die meisten Europäer brauchen kein Visum. Reisepass reicht. Wie überall sollte der Pass noch mindestens drei Monate gültig sein.

Übernachtung

Entlang der Küste braucht man während der Saison nicht nach einer Unterkunft suchen - denn egal, ob man mit Bus, Bahn oder Schiff ankommt - viele, meist alte Frauen nähern sich einem umgehend und bieten ein Privatzimmer (Sobe) an. Den Preis kann man durchaus herunterhandeln - aber nicht immer. Die Zimmer sind zumeist in Ordnung. Der Rest der Familie kann sehr nett und offen sein, aber auch desinteressiert. Es dürfte eine gewichtige Rolle spielen, ob man während der Saison dort ist oder ausserhalb. In der Saison sollte man mit 10 bis 15 Euro pro Nacht und Person rechnen.

In Slawonien z.B. ist es hingegen schwer eine Unterkunft zu finden. Es gibt de facto keine Touristen, und durch die fehlende Nachfrage gibt es also kein grosses Angebot. Mit etwas Pech bleibt nur ein teures Hotel als letzte Wahl.

 

 

 

Geld

Die Landeswährung heisst Hrvatska Kuna (HRK), kurz "Kuna". Eine Kuna besteht aus 100 Lipa. Die Inflationsrate ist äusserst gering. Im Gegenteil: Bekam man 2001 noch 4.5 Kuna pro 1 DM (also fast 9 pro Euro), so bekommt man jetzt für einen Euro nur ca. 7.5 Kuna. Es gibt Münzen zu 5, 10, 20 und 50 Lipa sowie zu 1, 2 und 5 Kuna. Geldscheine gibt es zu 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500 und 1'000 Kn.

Kroatischer 10-Kuna-Schein
Kroatischer 10-Kuna-Schein

Die Währung ist konvertibel und damit überall rücktauschbar. Selbst in Nachbarländern kann man sie tauschen.

Um Bargeld braucht man sich nicht sorgen. Überall gibt es Geldautomaten, die alle gängigen Kreditkarten, Maestro und Cirrus akzeptieren. Kostet in der Regel 4 Euro pro Transaktion. Bargeld kann man auch vielerorts tauschen - gerade in gut von Touristen besuchten Gegenden.

Preise

Kroatien, gerade entlang der Küste, dürfte immer teurer werden. Preislich liegt es leicht unter dem Niveau von →Slowenien, ist aber spürbar teurer als →Serbien, →Mazedonien und→Bosnien. Wenn man sehr aktiv ist und in Privatunterkünften übernachtet, muss man mit mindestens 30 Euro pro Tag rechnen. Wer sich selbst versorgt, kann viel Geld sparen, verpasst dann allerdings viele kulinarische Leckerbissen.

 

 

 

Anreise

Mit Flugzeug, Bus, Bahn oder Schiff. Es gibt zahlreiche direkte Flug-, Bus- und Bahnverbindungen. Es gibt Charterflüge und Linienflüge von allen grossen deutschen Flughäfen nach →Zagreb und an die Küste.

Zahlreiche Fähren überqueren die Adria und laufen kroatische Häfen von Bari und Ancona in Italien aus an.

Busse fahren in alle umliegenden Länder sowie auch nach Österreich und Deutschland. Wer von Kroatien nach →Bosnien-Herzegowina will, sollte sich auch überlegen, einen Bus zu nehmen. Selbiges gilt für Montenegro (siehe →Dubrovnik und →Kotor).

Kroatien ist international hervorragend an das Schienennetz angeschlossen. Drehkreuz ist der Hauptbahnhof von →Zagreb. Es gibt direkte Züge nach München (9 h, nach Zagreb tagsüber, von Zagreb als Nachtzug), Wien (6½ h), mehrere Züge am Tag nach →Ljubljana (knapp 2½ h, vorher genannte Züge halten auch dort), nach Thessaloniki (22 h, hält nach 16 h in →Skopje), →Belgrad (6 h, der Zug nach Thessaloniki hält auch dort,die Züge fahren via →Novi Sad), →Budapest (zum Bahnhof Deli pu., um die 5 h) sowie sogar bis Bratislava (6½ h). Von Ploče an der Adria-Küste fährt ein Zug über →Mostar nach →Sarajevo. Aber nur ein oder zwei Mal am Tag. Kann sein, dass der Verkehr eingestellt wurde!!! In →Osijek in Ostslawonien kann man mittlerweilen in den →Budapest - →Sarajevo - Schnellzug einsteigen.

An den Schaltern der DB kann man das Kroatien-Spezialticket kaufen. Gilt für Hin- und Rückfahrt von einem beliebigen Bahnhof in Deutschland zu einem beliebigen Ort in Kroatien. Vorteil: Mitfahrer zahlen nur die Hälfte (zu zweit zahlte man dafür 2001 rd. 280 €). Nachteil: Man ist an eine genau vorher bestimmte Strecke gebunden. Man kann allerdings unterwegs aus- und zusteigen.

Unterwegs im Land

Kroatien hat eine sehr gute Infrastruktur und effektive Verkehrsmittel. Die Eisenbahn fährt allerdings an der Küste nur bis →Split bzw. Ploče. Wer weiter nach →Dubrovnik will, muss mit dem Bus fahren. Auch das Bussystem ist exzellent. Langstreckenbusse sind in der Regel sehr modern - allerdings muss man bei kroatischen Bussen für das Gepäck extra bezahlen.

Die kroatischen Inseln werden von den Jadrolinija genannten Fähren angelaufen. Die fahren vom Festland zu den einzelnen Inseln, aber auch entlang der ganzen dalmatinischen Küste. Sie kosten etwas mehr als Busse. Es gibt natürlich bei Langstreckenfähren verschiedene Preisklassen. Am billigsten sind einfache Sitze auf dem Deck. Einige der Fähren versahen früher ihren Dienst in →Japan - also nicht wundern, wenn alles voller Schriftzeichen ist!

Grenzübergänge

Es gibt viele Grenzübergänge in alle Nachbarländer. Die Ein- und Ausreiseprozeduren sind in der Regel problemlos. An der Grenze zu →Bosnien kann es jedochlangwierige Gepäckkontrollen geben. Im Süden, an der Adriaküste, gibt es ein schmales Stück bosnisches Hoheitsgebiet rund um Neum. Dort kann man unbehelligt durchfahren - es sind nur 20 km. Weiter im Süden gibt es einen Grenzübergang nach Montenegro.

 

 

Essen und Trinken

Čevapćići und Burek und Co. - typische Balkan-Küche. Burek ist das typische Frühstück - eine Art fettige Pastete mit Fleisch oder Käsefüllung. Zur üblichen Kost in der Region siehe auch →Mazedonien und →Serbien.

Meeresfrüchte - allein die sind schon ein Grund, die dalmatinische Küste zu besuchen! Mit Käse gefüllte und in Knoblauch angebratene Tintenfische zum Beispiel. Überall entlang der Küste gibt es Restaurants, die schöne Gerichte mit frischem Fisch und Meeresfrüchten anbieten. Zu passablen Preisen.

Italien ist nicht weit - auch kulinarisch nicht. Überall wird man ein italienisches Restaurant finden. Die sind meistens auch ziemlich gut und preiswert. Die dalmatinische Küste wurde inzwischen zum Lavazza- und Segafredo-Land! Wirklich überall bekommt man guten italienischen Espresso.

Kroatien produziert sehr leckere Weine. Und die typischen Balkan-Schnapssorten. Darunter zum Beispiel Rakija und Šljivovica - gebrannt aus Weintrauben oder Pflaumen. Weltweit in gutsortierten Bars ebenfalls vorhanden ist der Maraschino - ein klarer Likör aus sauren Kirschen, der sehr süss ist. Aber auch sehr schmackhaft. Bier (pivo) gibt es natürlich auch überall. Ansonsten bekommt man die üblichen alkoholfreien Getränke und gutes Mineralwasser.

 

 

Morten Smalby wrote:

Auf der Kroatischen Autobahn, muss man einer entfernungs-abhängiger Maut bezahlen, mehr info- dazu findet man hier.

http://www.alleskroatien.com/2009/03/23/maut-kroatischer-autobahn/

Posted by Morten Smalby on October 25, 2009 23:12

 

 

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