Prolog

Viel ist nicht von Mazedonien bekannt - ausser den negativen Nachrichten, die im Zusammenhang mit dem Konflikt in und um Tetovo durch die Presse gingen. Das Land ist nicht gross, ist aber mit selten schönen Landschaften gesegnet. →Ohrid ist DIE Attraktion Mazedoniens - sicherlich zu recht. Ausserhalb von Ohrid trifft man aber kaum auf Touristen. Auch wir waren nur in Ohrid und in der Hauptstadt →Skopje, obwohl es bestimmt mehr zu sehen gibt. Mazedonien lohnt sich auf jeden Fall - und sei es nur für einen kurzen Abstecher.

Visa

Die meisten EU-Angehörigen brauchen seit wenigen Jahren kein Visum mehr. Drei Monate Aufenthalt werden visafrei gestattet, der Pass sollte bei Einreise noch einige Monate gültig sein. Stempel rein und fertig - dass ist Europa (wie es sein sollte).

 

 

 

Geld

Währung ist der →Mazedonische Denar. 1 Euro entspricht rund 61 Denar (2003) - die Inflationsrate scheint relativ gering zu sein. Es gibt Münzen zu 1, 2 und 5 Denar sowie Scheine im Wert von 10, 50, 100, 500 und höher Denar. Geldscheine von 1993 usw. scheinen ungültig geworden zu sein - jedenfalls sind sie nicht mehr im Umlauf. In →Skopje und →Ohrid zumindest gibt es Geldautomaten, die alle gängigen Kreditkarten, Maestro und Cirrus akzeptieren (bei letzteren mit der üblichen Gebühr von 4 Euro pro Transaktion). Viele scheint es davon aber nicht zu geben, so dass man mitunter etwas suchen muss.

Mazedonischer 500 Dinar-Schein
Mazedonischer 500 Dinar-Schein

Achtung: Mazedonisches Geld ist schwer ausserhalb des Landes tauschbar. Es ist auch nicht empfehlenswert, an der Grenze zu tauschen - die Rate dort ist ziemlich schlecht. Ansonsten die Kurse der Wechselstuben vergleichen - davon gibt es vereinzelt welche.

Preise

Obwohl →Ohrid Touristenmagnet ist, kann man ziemlich billig dort leben - für 6 Euro pro Person ist man bei Privatunterkünften dabei. Ganz anders die Hauptstadt →Skopje: Selbst in der Jugendherberge bezahlt man pro Person mindestens 15 Euro. Das liegt angeblich an der Tatsache, dass viel UNO-Personal in der Gegend ist und so die Preise nach oben treibt. Auch Essen u.a. ist verhältnismässig teuer. Mazedonien ist freilich immer noch billig, doch wenn man zum Beispiel aus →Bulgarien einreist, wird man sich erstmal über die teuren Preise wundern. Zug- und Busfahrten sind verhältnismässig billig. Internationale Züge sind allerdings logischerweise relativ teuer.

 

 

 

 

Anreise

Bus, Bahn, Flugzeug, Auto - alles möglich. Es gibt mittlerweilen auch kein Nachbarland mehr, für das man ein Visum braucht. Direkte Flugverbindungen nach Skopje und Ohrid sowie ein paar Charterflüge nach Ohrid gibt es von Deutschland aus.

Willkommen in Mazedonien!
Willkommen in Mazedonien!

Ein paar Busse fahren von Deutschland direkt nach Mazedonien. Ob man sich die lange Fahrt und die ganzen Grenzkontrollen antun möchte, sollte man sich jedoch genau überlegen. Busse sind allerdings wahrscheinlich der billigste Weg - vom Trampen mal abgesehen. Es gibt direkte Busse zum Beispiel von →Sofia, der braucht knapp 6 Stunden und kostet 12 Euro (Stand Sommer 2006). Busverbindungen nach →Albanien, →Kosovo und →Serbien gibt es auch.

Mit der Eisenbahn kommt man auch nach Mazedonien. Das Land hat aber gerade mal 700 km Eisenbahnlinien. So ziemlich die einzige internationale Linie ist der Zug von →Belgrad nach Thessaloniki in Griechenland. Der Zug ist verhältnismässig schnell und auch nicht so teuer. Schlafwagen gibt es auch. Achtung: Thessaloniki wird man auf dem Fahrplan vergeblich suchen - der mazedonische Name lautet Solun! Nach →Albanien und →Bulgarien gibt es keine Zugverbindungen.

Mit dem Auto geht es natürlich auch. Über →Tschechien oder Österreich, evtl. die →Slowakei und →Ungarn und den Autoput entlang quer durch →Serbien.

Grenzübergänge

Es gibt vier nach Griechenland, drei nach →Bulgarien, sechs nach →Serbien inkl. Kosovo und vier nach →Albanien. Diversen Berichten zufolge ist es nachwievor nicht ratsam, über den →Kosovo in →Serbien einzureisen! Kurze Anmerkung zu drei Übergängen:

  • Гюешево (Gyueshevo) ↔ Деве Баир (Deve Bair) liegt auf der kürzesten Strecke von →Sofia nach →Skopje. Die Grenzkontrolle ist die reinste Schikane, aber Nicht-Bulgaren und Nicht-Mazedonier werden nicht gefilzt.
  • Табановце (Tabanovce) ↔ Прешево (Preshevo): : Übergang nach →Serbien und kürzester Weg nach →Belgrad. Im Zug dann Kreuzverhör seitens der serbischen Beamten - ansonsten aber unproblematisch.
  • Свети Наум (Sveti Naum) ↔ Tushemisht Übergang am Ohrid-See nach →Albanien. Leider hatten wir keine Zeit dazu, obwohl wir schon vor dem Übergang standen. Es fahren Busse von →Ohrid direkt zum Übergang; 8 km von der Grenze entfernt liegt die erste albanische Stadt Pogradec. Kein Visum erforderlich, aber eine Einreisegebühr von ca. € 10.
  • Es gibt mindestens einen Bus pro Tag von →Skopje via →Prishtina (Kosovo) nach →Novi Pazar in Südserbien. In 2005 war es riskant für Ausländer, von Skopje nach Serbien zu fahren - die Einreise nach Serbien vom Kosovo galt als illegale Einreise und man konnte dementsprechend in Serbien in Schwierigkeiten geraten. Dies kann sich geändert haben, aber vor einer Fahrt sollte man sich besser informieren. Andersrum, von Novi Pazar via Kosovo und Skopje war und ist kein Problem.

Reisen im Land

Aufgrund des kaum vorhandenen Bahnnetzes eher mit Bus - die sind schnell und oft ziemlich modern. Teile der Autobahn Richtung Thessaloniki, sowie von Tetovo nach Gostivar sind mautpflichtig. Die Qualität der Hauptstrassen ist relativ gut.

 

 

Essen und Trinken

Nun ja, man isst auf dem Balkan: Gebratenes Fleisch, Gegrilltes Fleisch, gehacktes Fleisch usw., dazu lappige Pommes und die in Bulgarien so bekannten Shopska Salata - Gemüsesalate mit viel Schafskäse (siehe Photo). Auch Cevapcici und Burek - Blätterteigtaschen mit Käse oder Fleisch gibt es an allen Ecken und Enden. An italienischen Restaurants mangelt es - gerade in Ohrid - auch nicht. Mit der seltsamen Angewohnheit, viel saure Sahne auf Pizza und Pasta zu packen. Alles in allem die übliche Balkan-Monotonie. Ausnahme →Ohrid: Hier gibt es zum Beispiel Ohrid-Forellen zu kaufen. Achtung - bezahlt wird nach Gewicht, und das kann mitunter teuer werden.

Von den üblichen Softdrinks und Kaffee (türkisch oder als Espresso) abgesehen, gibt es hier u.a. Skopsko Pivo - das lokale Bier, welches nicht so schlecht ist. Das lokale Feuerwasser heisst auch hier Rakija - ein Traubenschnaps. Der kann in Bulgarien gut schmecken, doch in Mazedonien zieht er einem die Schuhe aus. Mazedonien produziert auch Rotwein, der richtig gut schmecken kann! Unbedingt probieren!

 

 

 

 

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