Montenegro's Topographie, Natur und Klima

Lake Shkoder - surrounded by mountains
Lake Shkoder - surrounded by mountains

Montenegro ist ein verhältnismäßig kleines Land, doch das bedeutet nicht, dass es Vielfalt in Sachen Natur mangelt. Der Landesname "voller Berge" deutet bereits an, dass nahezu das ganze Land bergig ist - es gibt nicht einmal größere Ebenen entlang der Küste. Einzig die Gegend um die Hauptstadt Podgorica sowie der äußerste Süden ist relativ eben.

Die Berge beginnen direkt an der Adriaküste, und Kalkstein dominiert die Region. Das bedeutet, dass es vielfältige Karsterscheinungen gibt. Die Berge in der Küstenregion sind dabei bis zu 2'000 m hoch. Im Norden und Osten schliessen sich die Bergketten Durmitor sowie die schroffen Prokletije-Berge (auch "Albanische Alpen genannt) an. Der höchste Berg des Landes ist der 2'536 Meter hohe Zla Kolata in den Prokletije-Bergen.

Besonders beeindruckend sind die Orjen-Berge nahe der Küste. Diese bilden das höchste Bergmassiv innerhalb der Äußeren Dinariden. In dieser stark verkarsteten Landschaft befindet sich unter anderem die Boka Kotorska (Bucht von Kotor) (siehe Kotor) - ihres Zeichens der größte Fjord in Südeuropa mit bis zu 1'300 Meter hohen Felsformationen direkt an der Küste.

Die Tara-Schlucht nahe der bosnischen Grenze ist an der tiefsten Stelle rund 1'300 Meter tief. Das gesamte Tal ist 78 km lang, und damit ist die Tara-Schlucht der längste und tiefste Canyon Europas. Am Fluss Tara beginnt auch der Nationalpark Biogradska gora (Biograder Berge) - einer von vier Nationalparks im gesamten Land. Die anderen drei befinden sich im Durmitor-Massiv, dem Skutarisee (auch: Shkodrasee, der größte See auf dem Balkan, siehe Bar: Skutarisee sowie die Lovćen-Berge.

Das Klima in Montenegro ist dreigeteilt - an der Küste ist es ausgeprägt mediterran, mit langen und warmen Sommern und milden Wintern. Die Durchschnittstemperatur im Sommer entlang der Küste beträgt 27 Grad, wobei das Wasser ebenfalls diese Temperatur erreichen kann. Die Küste wartet zudem mit 180 Sonnentagen auf - die meisten davon entfallen auf den Sommer. Mit anderen Worten - es regnet nicht oft im Sommer. Im Landesinneren ändert sich das Klima merklich - dort ist es wesentlich kühler und niederschlagsreicher. Der Zubački kabao, ein Berggipfel in den Orjen-Bergen, gilt als feuchtester Ort Europas mit einer Niederschlagsmenge von 6'250 mm pro Jahr - das ist in etwa die 10-fache Menge dessen, was alljährlich in Berlin vom Himmel fällt. Dieser 1'894 m hohe Gipfel ist dabei 140 Tage im Jahr schneebedeckt.

Randnotiz: Die 260 km lange Küste Montenegros ist tektonisch reichlich aktiv. Zuletzt zerstörte 1979 ein verheerendes Erdbeben in der Region zahlreiche Orte entlang dr Adriaküste.

 

 

 

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