Topographie, Natur und Klima der Philippinen

Die Philippinen sind eine langgestreckte Inselgruppe im Westpazifik zwischen dem 5. und 21. Grad nördlicher Breite - die Inselkette reicht somit von Malaysia und Indonesien bis fast nach Taiwan. Das Land besteht aus insgesamt 7'107 Inseln (wobei es Territorialstreitigkeiten um ein paar Dutzend Inseln mit der VR China gibt), aber "nur" 880 Inseln sind bewohnt, und weniger als die Hälfte der Inseln hat überhaupt einen Namen. Das Land ist knapp 300'000 km² groß und damit etwas kleiner als Deutschland. Damit sind die Philippinen der fünftgrößte Inselstaat der Welt - nach Indonesien, Madagaskar, Papua-Neuguinea und Japan (der Größe nach geordnet).

Die Philippinen liegen am pazifischen Feuerring. Von Nord nach Süd verläuft die Plattengrenze zwischen der eurasischen und der relativ kleinen philippinischen Platte, welche sich bis nach Japan erstreckt. Das bedeutet vor allem, dass das gesamte Land erdbebengefährdet ist - und das es etliche aktive Vulkane gibt. Einige der Vulkane wie zum Beispiel der Pinatubo oder der Mayon sind entweder aufgrund gewaltiger Eruptionen oder ihrer schönen Form weltweit berühmt. Erdbeben sind relativ häufig und mitunter sehr zerstörerisch - ein Erdbeben im Jahr 1976 bei Mindanao hatte die Stärke 8.1 und forderte gut 8'000 Tote (viele infolge eines Tsunamis). Auch die Hauptstadt Manila ist gefährdet - in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts legten mehrere Erdbeben Teile der Hauptstadt in Schutt und Asche.

Dem Feuerring verdankt das Land auch einige Vulkane, wobei der 2,462 m hohe Mayon aufgrund seiner nahezu perfekten Kegelform weltberühmt ist. Der Mayon ist gleichzeitig der aktivste Vulkan des Landes und speit alle paar Jahre große Aschemengen aus. In puncto Eruptionsgewalt ist allerdings der keine 100 km nördlich von Manila gelegene Pinatubo bekannter: 1991 gab es einen gewaltigen Ausbruch, der sich zum Glück schon Wochen vorher ankündigte, was vielen Menschen das Leben rettete. Der Ausbruch hatte gewaltige Schlammströme zur Folge, die einige Städte und Dörfer in der Gegend verwüsteten. Die ausgepieene Aschemenge war so groß, dass sich die Asche sich rund um den Globus verteilte und weltweit die Temperatur um rund 0.5 Grad sinken liess.

Gewaltiger Schlammstrom im Marella-Flußtal am Pinatubo
Gewaltiger Schlammstrom im Marella-Flußtal am Pinatubo

Die Vernichtungskraft der Erdbeben und Vulkane wird nur noch durch die der alljährlich das Land heimsuchenden Taifune übertroffen. Während nicht wenige Taifune, die im Westpafifik enstehen, gen Norden nach Taiwan, Japan oder Korea ziehen, drehen viele Taifune Richtung Westen, um erstmal die Philippinen und später dann Vietnam oder China zu verwüsten. Die Haupttaifunsaison startet im Juli und endet im September, aber Taifune können in den Philippinen zu fast jeder Jahreszeit auftreten. Am stärksten ist die Ostküste betroffen, denn Taifune kommen aus dem Osten und treffen bei den Philippinen erstmals auf Land. Mit den Taifunen gehen extreme Windstärken, starke Überschwemmungen und je nach Region auch verheerende Schlammlawinen einher. Von Überschwemmungen bleibt selbst die Hauptstadtregion Metro Manila nicht verschont.

Das Klima als solches ist größtenteils tropisch, von höheren, eher subtropischen Berglagen abgesehen, und stark maritim geprägt, da kein Ort mehr als 200 km vom Meer entfernt liegt. Es gibt dementsprechend nicht vier Jahreszeiten, sondern nur, je nach Region mehr oder weniger stark ausgeprägte 2 Jahreszeiten: Eine trockene und eine feuchte Jahreszeit. In und um Manila regnet es zum Beispiel vom Januar bis April kaum, während es in den Sommermonaten innerhalb eines Monats durchschnittlich soviel Niederschlag gibt wie in Berlin innerhalb eines ganzen Jahres. Auf Mindanao hingegen regnet es zwar genauso viel wie in Manila, aber die Niederschläge sind dort ziemlich gut auf das ganze Jahr verteilt. Die Nächte sind fast überall tropisch, also 25 Grad und wärmer, während es tagsüber mit 30 Grad oder knapp darüber zwar sehr warm, aber nicht sengend heiß ist. Aufgrund der Nähe zum Meer und den hohen Niederschlagsmengen ist es dabei meistens schwül.

 

 

 

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