Reiseberichte

Prologue

Nachdem im Mai 2003 die extrem schwierigen Visaregulierungen abgeschafft wurden, ist es jetzt ein leichtes, nach Serbien zu fahren (nach Montenegro sowieso). Und es lohnt sich durchaus - es gibt einiges zu entdecken. Die Menschen in ?Novi Sad und ?Belgrad waren sehr weltoffen und freundlich - wie mag es wohl im Rest des Landes aussehen?

Zwei Jahre spter trieb es mich deshalb wieder nach Serbien - erneut in die Hauptstadt, aber hauptschlich nach →Novi Pazar in Sdserbien, eine vllig andere Welt, und in den Kosovo - hauptschlich nach →Prizren, wo der Spiess bereits umgedreht wurde: Dort litten nicht mehr die Kosovaren, sondern die verbliebenen Serben. So sich eine Gelegenheit ergibt, wrde ich wieder fahren - das Land und die Leute sind sehr interessant.

Visa

Seit Mai 2003 nicht mehr ntig. Reisepass reicht; jener sollte bei Einreise noch einige Monate gltig sein. Stempel rein und fertig - dass ist Europa (wie es sein sollte). An der Grenze fragten wir, ob wir uns in den jeweiligen Orten bei der Polizei melden mssen. Man sagte uns, das dies bei nur einer Nacht nicht ntig sei. In den Hotels bekommt man ein weisses Krtchen - eine Besttigung, dass man dort bernachtet hat. Bei der Ausreise wurden wir aber nicht danach gefragt. Kann gut sein, dass man die trotzdem besser aufheben sollte.

 

 

Geld

Erst gab es in ganz Jugoslawien gltiges Geld. Dann kam die Hyperinflation. Dann wurde der Novi Dinar (neuer Dinar) eingefhrt. Zu Kriegszeiten wurde fast nur noch die Deutsche Mark benutzt.

Neuer Jugoslawischer 200-Dinar-Schein
Neuer Jugoslawischer 200-Dinar-Schein

Erst gab es in ganz Jugoslawien gltiges Geld. Dann kam die Hyperinflation. Dann wurde der Нови Динар Novi Dinar (neuer Dinar) eingefhrt. Zu Kriegszeiten wurde fast nur noch die Deutsche Mark benutzt. Jetzt gibt es den neuen Novi Dinar - allerdings ist der nicht mehr in Montenegro und schon gar nicht im Kosovo gltig. Die Inflation scheint vorerst besiegt. 2003 galt 1 Euro = 65 Dinar. Es gibt 1, 2 und 5 Dinar-Mnzen und 10, 20, 50, 100, 200 usw. Dinar-Scheine. Auf den neuesten Scheinen steht nicht mehr Bank von Jugoslawien, sondern nur noch Staatliche Bank Serbiens.

Achtung: Es gibt keinen Geldtausch-Schwarzmarkt und damit auch keine Schwarzmarktrate mehr!!! In ?Belgrad gibt es Geldautomaten, die alle gngigen Kreditkarten, Maestro und Cirrus akzeptieren zu scheinen. Da die sehr neu sind und wir nicht sicher waren ob der Umtauschrate, beliessen wir es beim Geldtausch in einem Belgrader Hotel. Achtung: Serbisches Geld ist schwer ausserhalb des Landes tauschbar. In ?Ungarn und ?Tschechien hatten wir keine Chance, den Rest einzutauschen - auch in Serbien selbst gibt es kaum Wechselstuben.

Preise

Serbien ist ziemlich preiswert - billiger zumindest als zum Beispiel ?Skopje oder ?Ungarn. Trotz Zweipreispolitik kostete uns ein Doppelzimmer mit Bad und inkl. Frhstck in Belgrad nur 22 Euro. Essen ist auch ziemlich billig - ab einem Euro fr ein ausreichendes Mahl ist man dabei. Zug- und Busfahrten sind verhltnismssig billig. Internationale Zge, zum Beispiel nach Ungarn, sind allerdings relativ teuer.

 

 

 

Anreise

Bus, Bahn, Flugzeug, Auto - alles mglich. Es gibt mittlerweilen auch kein Nachbarland mehr, fr das man ein Visum braucht. Direkte Flugverbindungen nach Belgrad gibt es - scheinbar aber nur von Mchen. Charterflge wird es ins kstenlose Serbien freilich nie geben.

Etliche Busse fahren von Deutschland direkt nach Serbien. Ob man sich die lange Fahrt und die ganzen Grenzkontrollen antun mchte, sollte man sich jedoch genau berlegen. Busse sind allerdings wahrscheinlich der billigste Weg - vom Trampen mal abgesehen. Es gibt auch direkte Busse in Nachbarlnder wie ?Mazedonien oder auch ?Bulgarien. Direkt in den Kosovo einzureisen drfte immer noch schwer werden. Mit der Eisenbahn kommt man auch nach Serbien. Es gibt direkte Zge von ?Sofia, ?Zagreb, Thessaloniki - welcher auch in ?Skopje hlt, ?Budapest, und ?Bukarest.

Es gibt zwei direkte Zge am Tag von Mnchen nach Belgrad ber Salzburg, ?Ljubljana und ?Zagreb. Kauft man das Ticket in Belgrad, zahlt man 94 Euro. Bis Zagreb/ Ljubljana (von Belgrad aus gesehen) ist der Zug extrem leer, danach kann es sehr voll werden. Die ganze Fahrt dauert rd. 16 Stunden.

Von und nach Wien gibt es auch direkte Verbindungen. Der Dacia-Express z.B. fhrt ber ?Budapest nach Belgrad. Das kostet 72.80 € ohne Ermigung und nochmal gute 13 € Reservierung - letzteres ist gerade bei Nachtzgen im Sommer eine extrem gute Investition, da der gen im Sommer eine extrem gute Investition, da der Zug ab Budapest brechend voll werden kann. Der Express fhrt auch Kurswagen nach ?Sofia und ?Bukarest.

Von Skopje nach Belgrad zahlt man gute 15 Euro; die Fahrt dauert 9 ½ Stunden. Von ?Novi Sad nach Budapest kostet es fast 30 Euro, die Fahrt dauert ca. 6 Stunden. Natrlich kommt man auch nach Montenegro mit dem Zug - an der Kste selbst ist man jedoch auf Busse angewiesen. Der Zugverkehr nach Kosovo ist nachwievor unterbrochen. Mehr zur Anreise in den Kosovo siehe ?Kosovo.

Mit dem Auto geht es natrlich auch. ber ?Tschechien oder sterreich, evtl. die ?Slowakei und ?Ungarn, den Autoput entlang nach ?Belgrad oder wo immer man hin will.

Grenzbergnge

Es gibt welche nach ?Montenegro, ?Bulgarien, ?Mazedonien, ?Kroatien, ?Bosnien-Herzegowina, ?Ungarn sowie ?Rumnien. Diversen Berichten zufolge ist es nachwievor nicht ratsam, ber den Kosovo in Serbien einzureisen! Mehr zur Anreise in den Kosovo siehe unter →Novi Pazar.

 

 

Essen & Trinken

Čevapčići und Pljeskavica, Razvnjići und Duveč - gegrilltes Fleisch hat viele Namen. Ist aber zum Teil wirklich sehr lecker. Manchmal mit Kse oder Gemse gebraten, mal mit Gemse, mal mit Brot oder Reis. Es gibt neben viel Fleisch auch viele Salate. Die hier so berhmte "serbische Bohnensuppe" habe ich indes nirgendwo gesehen (na gut, ich habe auch nicht so eifrig danach gesucht). Ssses gibt es auch - sehr trkisch angehaucht und damit einfach nur extrem sss. Wer von all dem genug hat - italienische Restaurants sind sehr verbreitet. Jedoch kann serbisches traditionelles Essen wirklich sehr gut schmecken.

Bier und Kaffee, Wein und ein Vinjak genannter Weinbrand sowie die blichen Softdrinks gibt es natrlich hier auch. Alles ist vergleichsweise billig.

 

 

 

 

 

©2018 Tabibito.de


  Serbien