Prolog

Zu DDR-Zeiten bot die Slowakei die einzige Möglichkeit, problemlos in ein Hochgebirge zu gelangen. Deshalb war vor allem die Hohe Tatra sehr beliebt. Das zog auch uns mehrmals dorthin - wobei auch nach der Wende das Land keinesfalls an Reiz verloren hat. Zwar habe ich nur Photos von der letzten Reise in die Slowakei im Jahr 2003 (nach Kosice, weshalb ich in diesen Seiten nur diese eine Stadt vorstelle). Ein Besuch der Slowakei möchte ich trotzdem jedem ans Herz legen - es lohnt sich.

Visa

Alle West- und Mitteleuropäer benötigen kein Visum. Ein gültiger Personalausweis reicht für deutsche Staatsangehörige zumindest auch aus. Mit dem EU-Beitritt sind die zum Teil lästigen Zollkontrollen an den EU-Innengrenzen auch größtenteils weggefallen. Das gilt nicht für die Grenze zur →Ukraine (siehe unten).

 

 

 

Geld

Achtung: Seit 2009 gilt auch in der Slowakei der Euro. Die untenstehenden Informationen bleiben nur aus historischen Gründen.

Die Landeswährung nennt sich Slovenská Koruna (Slowakische Krone), welche in der Regel abgekürzt wird mit Sk. Eine Krone besteht aus 100 halier (Heller).

50 slowakische Kronen
50 slowakische Kronen

Es zirkulieren Münzen im Wert von 10, 20 und 50 Heller sowie zu 1, 2, 5 und 10 KronenAn Geldscheinen gibt es 20, 50, 100, 200, 500, 1000 und 5000 Sk-Noten.

In der Slowakei herrscht mittel- bzw. westeuropäischer Standard. Geldautomaten gibt es überall. Diese akzeptieren alle gängigen Kredit- und Bankkarten, also auch Cirrus- und Maestrokarten. Natürlich kostet das pro Abhebung ca. 4 Euro. Viele Banken wechseln freilich auch Bargeld. Lediglich wer über die kleinen Dörfer zieht, sollte sich mit genügend Bargeld eindecken. An der ukrainischen Grenze kann man auch ukrainische Hrivna tauschen.

Preise

Die Slowakei liegt nicht nur geografisch sondern auch preislich zwischen Tschechien und der Ukraine. Man kann durchaus für umgerechnet 10 Euro ein einfaches Doppelzimmer bekommen und für 5 Euro gut essen - je nachdem, wie gross die Ansprüche sind und wo man ist - in Bratislava ist es natürlich etwas kostspieliger. Auch die Fahrtkosten halten sich wirklich in Grenzen. Einmal quer durchs Land - von Bratislava nach →Košice - kostet mit dem Zug nur umgerechnet 9 Euro. Internationale Züge sind freilich spürbar teurer.

Man kann somit problemlos mit 20 Euro am Tag zurecht kommen - sogar mit noch weniger, wenn man campt und sich selbst verpflegt. Wer will kann natürlich auch viel mehr Geld für Hotels und Essen ausgeben.

 

 

 

 

Anreise

Es gibt direkte Flüge von den wichtigsten europäischen Städten nach Bratislava. Ansonsten bleiben nur Bus und Bahn. Von Österreich ist es nur ein Katzensprung: Von Wien nach Bratislava kann man die rund 60 km mit dem Schiff, der Bahn oder dem Auto zurücklegen. Bratislava liegt an der internationalen Bahnlinie von Berlin nach →Budapest (Achtung: Ein Nachtzug fährt nicht über Bratislava sondern via Passau und Wien!).

Vom Hauptbahnhof der Hauptstadt Bratislava hl. st. fahren Direktzüge nach Hamburg über Berlin (9½ h), →Prag (4¼ h) über →Brno, nach →Bukarest (18 h) über →Budapest (2½ h), nach →Warschau (7½ h) sowie unzählige Züge zu den unterschiedlichsten Bahnhöfen von Wien in rund einer Stunde. Von →Košice gibt es einen direkten Zug nach →Kyiv (Kiew) (21 h) über →L'viv (Lemberg) (10½) sowie einen weiteren direkten Zug nach Kraków (Krakau) in 6 Stunden. Des weiteren gibt es auch von anderen Städten lokale Grenzzüge. Das Land verfügt zudem über ein ausgedehntes Busverkehrsnetz.

Grenzübergänge

Die Slowakei grenzt im Norden an →Polen, im Osten an die →Ukraine, im Süden an →Ungarn, im Südwesten an Österreich sowie im Westen an →Tschechien. Es gibt unzählige Grenzübergänge, so dass man nicht lange suchen muss.

Ein- und Ausreise

Es gelten die üblichen Zollregelungen der EU. Die Ein- und Ausreise geht fix, so dass man nach keinen fünf Minuten im Land ist. Es gibt auch nichts besonderes zu beachten. Nur die Ostgrenze ist, da EU-Aussengrenze, nicht ganz einfach. Für die →Ukraine unbedingt vorher ein Visum besorgen!!! Reisende mit dem Auto müssen an dieser Grenze mit Problemen (lange Wartezeiten, strenge Kontrollen) rechnen, können das Procedere allerdings mit etwas papiergeldförmigen Schmiermitteln minimieren (so selbst an der slowakisch-ukrainischen Grenze gesehen) - wenn man diese Grenze zu Fuss, mit dem Fahrrad oder der Bahn überquert, braucht man so etwas nicht.

 

 

Essen und Trinken

Eine gewisse Nähe zur tschechischen und zur ungarischen Küche lässt sich nicht leugnen, und so ist für eine passable Atzung durchaus gesorgt. Klassiker wie knedle (Knödel) und Guláš (Gulasch) findet man überall - von der Bahnhofskantine bis zum teuren Restaurant. Man verwendet viel Fleisch, viel Käse und auch oft Kartoffeln. Ein typisch slowakisches Gericht nennt sich Bryndžové Halušky (Schafskäse-Nockerln). Quasi Gnocchi-ähnliche Spätzle, dazu eine sehr gehaltvolle Schafskäsesouce und gebratener Speck. Ist sehr schmackhaft, preiswert und macht sehr schnell satt. Auch in Ungarn gibt es das gelegentlich - vielleicht ist es auch ursprünglich ungarisch. Auch Selbstverpfleger können gut leben. Vor allem die slowakischen Käsesorten sind sehr ansprechend.

Zu trinken gibt es die üblichen Feuerwasser und andere Getränke. Die Slowakei produziert ihren eigenen Wein und natürlich auch diverse Sorten pivo (Bier). Der in dieser Region allgegenwärtige slivovice (Pflaumenbrand) und andere Obst- und Kräuterbrände sowie Liköre sind auch in der Slowakei sehr beliebt. Unnötig zu sagen dass es auch überall Tee und Kaffee und die üblichen Antialkoholika gibt.

 

 

 

 

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