Prologue

Von den Fernsehbildern und Büchern her wirkte Slowenien auf mich ziemlich "unjugoslawisch". Und tatsächlich, ein Vergleich mit Kroatien, Serbien, Bosnien oder erst recht mit Mazedonien fällt ziemlich schwer. Ein kleines, feines Land mit großartiger Landschaft und wenig Abenteuern. Die Erinnerung an eine Gruppe von feindseligen slowenischen Nazis in der Hauptstadt bleibt jedoch leider als bitterer Beigeschmack.

Visa

Brauchen EU-Bürger (und Schweizer, Amerikaner, Japaner usw.) nicht. Ein gültiger Reisepass reicht.

 

 

 

Geld

Achtung: Seit 2007 gilt auch in Slowenien der Euro. Die untenstehenden Informationen bleiben nur aus historischen Gründen.

Die slowenische Währung hiess Tolar - Assoziationen mit den Worten "Taler" und "Dollar" sind durchaus berechtigt.

Slowenischer 50 Tolar-Schein: Immerhin € 0.2!
Slowenischer 50 Tolar-Schein: Immerhin € 0.2!

Währungskürzel ist SIT. Ein Tolar besteht aus 100 Stotin, wobei diese aufgrund des hohen Wechselkurses aber kaum noch eine Rolle spielen. Münzen gibt es zu 1, 5 und 10 SIT. Es gibt sehr viele und sehr bunte Geldscheine - im Wert von 10, 20, 50, 100, 200, 500, 1'000, 5'000 und 10'000 SIT. Die Inflationsrate ist relativ gering. Der Wechselkurs 2004: 1 Euro = 240 SIT.

Es gibt überall Geldautomaten, die alle gängigen Kreditkarten, Maestro und Cirrus akzeptieren. Kostet in der Regel 4 Euro pro Transaktion. Bargeld kann man auch bei den Banken tauschen.

Preise

Slowenien gehört zu den teuersten Reisezielen Ex-Jugoslawiens und ist leicht teurer als →Kroatien sowie spürbar teurer als →Serbien, →Bosnien und→Mazedonien. Wobei ich jedoch den Eindruckhatte, daß das Preisgefälle zwischen Hauptstadt und Provinz in Slowenien weniger gravierend ist. Man sollte ab € 15 für eine Übernachtung einplanen. Transportkosten sind noch erträglich - von der Hauptstadt bis zur Küste zahlt man rd. € 9. Essen in Restaurants ist etwas billiger als z.B. in Deutschland. Wer aktiv unterwegs ist und nicht allzu teuer logiert und speist, sollte aber schon besser 40 Euro pro Tag einplanen.

 

 

 

Anreise

Mit Flugzeug, Bus, Bahn und im Sommer mit Schiff. Es gibt direkte Flug- und Busverbindungen sowie eine direkte Bahnverbindung von Deutschland.

Es gibt etliche Auslandsverbindungen mit der Eisenbahn (alle von und nach →Ljubljana): Von Deutschland gibt es nur eine Verbindung ohne Umsteigen, und zwar von München. Von Müchen fährt der Zug morgens gegen 7 Uhr los und braucht 6 Stunden. Nach München fährt auch ein Nachtzug - fährt gegen 23:30 ab und braucht 7 Stunden. Eine einfache Fahrt von München kostet ohne Ermässigung gut 60 Euro. Ein Slowenien-Sparticket macht die Hin- und Rückfahrt, egal von wo in Deutschland, um25 % billiger. Mitfahrer zahlen gar nur die Hälfte.

Es gibt direkte Züge von und nach →Budapest. Dauert rund8¾ Stunden und kostet, von Budapest, Hin- und Zurück 11'445 HUF (45 Euro). Ziemlich teuer, aber eine einfache Fahrt ist kurioserweise noch teurer. Dieser Zug fährt weiter nach Venedig (4h). Wer nach →Triest (Italien) will, fährt besser mit dem Bus, denn es gibt nur einen Zug am Tag (3h). Mit dem Bus fährt man erst nach Koper, dann nach Triest (rd. 4000 SIT). Es gibt des weiteren direkte Züge nach Thessaloniki (25h) über →Skopje und→Belgrad (9h). Zu letzterem gibt es mehrere Züge am Tag. Es fahren auch Züge nach Wien (6¼h), Feldkirch (10 h) sowie nach Innsbruck, Villach, Klagenfurt usw. Etliche Züge am Tag fahren in die kroatische Hauptstadt →Zagreb, dauert 2¼ Stunden.

Im Sommer fährt eine Fähre, genauer gesagt ein Katamaran, von Izalo nach Venedig. Ist sehr teuer, dauert aber nur 2½ Stunden.

Grenzübergänge

Es gibt zahlreiche Übergänge nach →Kroatien, →Ungarn, Österreich und Italien. Alles visafreiund ziemlich problemlos. Im Zug gekommt man die Grenze mitunter gar nicht mit.

 

 

Essen und Trinken

In slowenischen Restaurants findet man ein buntes Potpourri verschiedenster Einflüsse. Und zwar der deutschen, österreichischen, ungarischen, italienischen und der Balkanküche. Das lässt definitiv keine Langeweile aufkommen. Man wird in den Restaurants in der Regel auch nicht enttäuscht. Sehr anzuempfehlen sind, wie auch an der kroatischen Adriaküste, Gerichte mit Meeresfrüchten.

Auch in Slowenien wird durchaus trinkbarer Wein produziert. Die sonst auch auf dem Balkan und in Ungarn üblichen Obst- und Traubenbrände sind ebenfalls in Slowenien typisch. Bierliebhaber sollten unbedingt das Union Pivo aus der Hauptstadt probieren.

 

 

 

 

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