Name

Hongkong ist in fast allen Sprachen als "Hongkong" bekannt - der Name entspringt der kantonesischen Lesung des Namens 香港: hoeng1 gong2 (mehr zur Lesung siehe Kantonesisch), wobei die Aussprache im Mandarin (Standard)-Chinesisch ziemlich unterschiedlich ist: xiāng gǎng. Das erste Zeichen bedeutet "Duft", das zweite "Hafen", ergo "duftender Hafen". Der Name wurde erst 1842 offiziell eingesetzt und kennzeichnete ursprünglich nur eine kleine Bucht der Hongkong Island, wobei nicht ganz klar ist, warum der Begriff "duftend" gewählt wurde.

Seit der Rückgabe an China in 1997 lautet der offizielle Name 中華人民共和國香港特別行政區 - Hong Kong Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China. Der schlichte Name "Hongkong" kennzeichnet mehrere Dinge - das ganze Gebiet, die Insel Hongkong selbst sowie dort wiederum den Ort Hongkong auf der gleichnamigen Insel im gleichnamigen Gebiet.

Fläche & Bevölkerung

Anklickbare Karte von Hongkong
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Hongkong ist immerhin 1,108 km² - und damit gute 35 Mal grösser als das benachbarte Macao. Hongkong ist somit etwas grösser als Berlin. Hongkong sollte man eher als Gebiet begreifen und nicht als Stadt - auch in Hongkong gibt es viel Natur hier und stark besiedelte Gebiete da.

In Hongkong lebten 2009 ziemlich genau 7 Millionen Menschen - das sind in etwa doppelt so viele wie in Berlin. Die Bevölkerungsdichte ist entsprechend mit über 6'000 Einwohner pro Quadratkilometer sehr hoch. 1945 lebten gerade mal 600'000 Menschen in Hongkong - die Bevölkerung hat sich also innerhalb von 60 Jahren verzwölffacht.

Geschätzte 95% sind Chinesen - die restlichen 5% sind Wanderarbeiter aus den Philippinen, Indonesien, Thailand usw. sowie andere Ausländer - aus den USA (ca. 30'000), Briten, Australier, Kanadier usw., aber auch immerhin ca. 3'000 Deutsche.

Religion

Aus historischen Gründen ist das Christentum verhältnismässig stark - ca. 10 Prozent sind Christen. Ansonsten findet man die üblichen chinesischen Religionen: Buddhismus, Konfuzianismus, Taoismus usw.

Zeitzone

Peking-Zeit - während der Sommerzeit in Mitteleuropa ist Hongkong 6 Stunden voraus, im Winter 7 Stunden (es gibt keine Sommerzeit in China/Taiwan/Macao/Hongkong).

 

 

 

Deutsch
Mandarin
Kantonesisch
Danke 谢谢 (xiè​xie​) 多謝 (do1 ze6)
Bitte* (qǐng)​ 唔該 (m4 goi1)
Ja ** (shì)​​ (hai6)
Nein 不是 (bù shì)​​ 唔係 ng4 hai6
Wie geht's? 你好(嗎) (nǐ hǎo {mà}) 你點呀 (nei5 dim2 aa1)
* Nicht als Antwort auf "Danke", sondern wenn man um etwas bittet.
** Wird jedoch kaum alleinstehend benutzt

Fast 90% der Hongkonger sprechen 粵語 Yuèyǔ (Kantonesisch) als Muttersprache. Kantonesisch gehört zum Chinesischen, unterscheidet sich aber in zahlreichen Aspekten vom Hochchinesischen: Aussprache, Tonhöhen, Vokabeln und zum Teil sogar die Schriftzeichen unterscheiden sich. Die Aussprache ist etwas schwerer als im Hochchinesischen - dort gibt es "nur" 4 Tonhöhen, im Kantonesischen 6. Im Gegensatz zum Hochchinesischen gibt es Verschlusslaute, also Silben, die zum Beispiel auf -k oder -t enden.

Selbst in Punkto Schriftzeichen gibt es zwei grosse Unterschiede: Zum einen verwendet man im Kantonesischen Schriftzeichen, die im Hochchinesischen kaum oder gar nicht verbreitet sind (Beispiel "Kakerlake": Im Kantonesischen 曱甴, im Mandarin 蟑螂 geschrieben). Zum anderen hat die VR China einst ca. 2,500 Schriftzeichen vereinfacht - Taiwan, Hongkong und Macao benutzen hingegen nachwievor die alten Zeichen (Beispiele für die Vereinfachung: 衛 → 卫, 議 → 议).

Tonlagen im Kantonesischen

Es dürfte eine Weile dauern, bis man nicht nur ein paar Wörter Kantonesisch sprechen kann, sondern auch die Antworten verstehen kann. Das liegt vor allem an oben erwähnten Tonhöhen. Es gibt jedoch - wie bei allen Sprachen - eine gewisse Toleranzschwelle. Sagt man zum Beispiel 唔該,埋單 m4 goi1, mai4 dan1 im Restaurant und achtet grob darauf, dass m und mai tief, goi und dan hingegen etwas höher gesprochen werden, wird man in der Regel verstanden: Aha, die Rechnung bitte. Problematischer wird es bei kurzen Ortsnamen zum Beispiel, wo es wirklich um die richtige Tonlage geht.

Was Ausschilderungen anbelangt, so ist man in Hongkong zweisprachig: Strassennamen und Wegweiser sind generell in Kantonesisch und Emglisch vorhanden. Englisch hört man jedoch nicht allzu oft - man kommt damit eher schlecht als recht voran. Aber: Es reicht aus, um sich halbwegs verständigen zu können. Hochchinesisch hingegen wird vielerorts verstanden.

 

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